Eine Diagnose, die alles verändert

Stellen Sie sich vor, Sie gehen wegen eines kleinen Muttermals zum Arzt – eigentlich nur der Sicherheit halber – und verlassen die Praxis mit der Diagnose Krebs. Genau das passierte Susanne Klehn im Jahr 2009. Die ARD-Moderatorin, bekannt aus dem Promimagazin BRISANT, war gerade 27 Jahre alt, als ihr Leben von einem Moment auf den anderen auf den Kopf gestellt wurde. Was viele nicht wissen: Hautkrebs ist längst keine Seltenheit mehr – in Deutschland werden für 2025 rund 372.000 Neuerkrankungen erwartet, was ihn zur häufigsten Krebserkrankung des Landes macht.

Schwarzer Hautkrebs mit 27 – Susanne Klehn kämpft ums Überleben

Es war ihr damaliger Freund, der das auffällige Muttermal auf ihrem Rücken bemerkte. Susanne Klehn ging zunächst ohne große Sorgen zum Arzt – eher aus kosmetischen Gründen, wie sie selbst später erzählte. Doch die Diagnose traf sie wie ein Schlag: malignes Melanom, also schwarzer Hautkrebs. Die gefährlichste Form, die es gibt. Mit nur 27 Jahren sah sie sich plötzlich einer statistischen Überlebenswahrscheinlichkeit von gerade einmal 67 Prozent gegenüber.

Was folgte, war eine fast zweijährige Behandlungszeit – geprägt von Operationen, Unsicherheit und einer Angst, die sie bis heute nicht vergessen hat. „Von der bloßen Angst ums Überleben möchte ich erst gar nicht sprechen, nur so viel: Sie war enorm, weil ein malignes Melanom relativ früh streut“, sagte Klehn in einem Interview mit der Deutschen Krebshilfe. Sie überlebte – aber die Erfahrung hinterließ tiefe seelische und körperliche Narben, die ihr Leben für immer verändert haben.

3. 15 Jahre später: Der Hautkrebs kehrt zurück

Man könnte meinen, nach dem Überstehen eines malignen Melanoms sei das Schlimmste vorbei. Doch im September 2024 erhielt Susanne Klehn erneut eine erschreckende Nachricht: Diesmal wurde weißer Hautkrebs in ihrem Gesicht diagnostiziert. Obwohl diese Form grundsätzlich besser behandelbar ist als das maligne Melanom, war der Schock für die Moderatorin enorm. „Beide Hautkrebs-Erkrankungen haben seelische und körperliche Narben bei mir hinterlassen“, sagte sie offen. Die gute Nachricht: Dank frühzeitiger Erkennung konnte auch diese Erkrankung erfolgreich behandelt werden – ein klares Zeichen dafür, wie entscheidend regelmäßige Hautarztbesuche sein können.

4. UV-Schutz als Lebensretter – was wirklich hilft

Aus ihren Erfahrungen hat Susanne Klehn eine klare Botschaft gemacht: richtiger UV-Schutz kann Leben retten. Als langjährige Botschafterin der Deutschen Krebshilfe fasst sie ihre Empfehlung in drei einfachen Worten zusammen: „Meiden, kleiden, cremen!“ Das bedeutet: Mittagssonne konsequent meiden, die Haut mit langer Kleidung, Hut und Sonnenbrille schützen, und unbedeckte Stellen mit einem Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen. Besonders wichtig dabei: UV-Strahlen sind unsichtbar – auch an bewölkten oder kühlen Tagen kann die Strahlung gefährlich stark sein. Wer das unterschätzt, trägt möglicherweise heute den Grundstein für eine Krebserkrankung in 20 oder 30 Jahren. Mehr hilfreiche Informationen zum Thema UV-Schutz und Hautkrebs bietet die Deutsche Krebshilfe auf ihrer offiziellen Website.

Früherkennung kann entscheidend sein

Susanne Klehn betont immer wieder: Wäre das Muttermal damals nicht zufällig entdeckt worden, hätte die Geschichte ganz anders ausgehen können. Früherkennung ist beim Hautkrebs kein Luxus – sie ist oft der Unterschied zwischen Leben und Tod. In Deutschland haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren Anspruch auf ein kostenloses Hautkrebsscreening beim Arzt – alle zwei Jahre. Doch auch jüngere Menschen sollten ihre Haut regelmäßig selbst beobachten und bei verdächtigen Veränderungen, wie asymmetrischen, unregelmäßig gefärbten oder wachsenden Muttermalen, sofort einen Hautarzt aufsuchen. Susanne Klehn ist der lebende Beweis dafür, dass frühzeitiges Handeln rettet – und dass man eine Krebsdiagnose nicht verschweigen, sondern als Warnsignal für andere nutzen sollte.

Fazit

Susanne Klehn hat mit ihrer Geschichte etwas Wichtiges getan: Sie hat aus einer zutiefst persönlichen Erfahrung eine öffentliche Botschaft gemacht. Zweimal Hautkrebs, zweimal gekämpft, zweimal überlebt – und dennoch nutzt sie ihre Energie nicht für Bitterkeit, sondern für Aufklärung. Ihr Engagement erinnert uns daran, dass Hautkrebs keine abstrakte Gefahr ist, sondern eine, die jeden treffen kann – unabhängig von Alter oder Lebensstil. Richtiger UV-Schutz, regelmäßige Hautchecks und das Bewusstsein für frühe Warnsignale sind keine Übervorsicht, sondern schlicht die klügste Entscheidung, die man für seine Gesundheit treffen kann.

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FAQs

1. Was für eine Krebsart hatte Susanne Klehn? Susanne Klehn erkrankte 2009 an einem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) und 2024 erneut an weißem Hautkrebs im Gesicht.

2. Wie kann man sich vor Hautkrebs schützen? Durch konsequenten UV-Schutz: Mittagssonne meiden, Schutzkleidung tragen und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden.

3. Ab wann hat man Anspruch auf ein kostenloses Hautkrebsscreening? Gesetzlich Versicherte in Deutschland haben ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein kostenloses Hautkrebsscreening.

4. Wie gefährlich ist ein malignes Melanom? Es ist die gefährlichste Form von Hautkrebs, da es früh Metastasen bilden kann. Bei Susanne Klehn lag die Überlebenswahrscheinlichkeit damals bei nur 67 Prozent.

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